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Kapazitätsberechnung ERIS² rechnet · KapVO
Kapazitäts­planung →
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Aufnahmekapazität je Studiengang — ERIS² vs. amtlich
Formel KapVO-Berechnung · Vorgabe gesetzte Zulassungszahl (NC) · Schwund gesetzt amtlicher Override (dünne Daten)
Studiengangber. Lehrangebot KapvorSchwund
ERIS² / amtl
Schwund
ERIS² / amtl
KapnachSchwund
ERIS² / amtl
Quelle
Was diese Seite vergleicht

ERIS² rechnet die KapVO-Formel selbst und stellt das Ergebnis der amtlich gemeldeten Zahl gegenüber — je Studiengang. In jeder Zellenpaarung steht vorn der ERIS²-Wert, dahinter grau der amtliche; weicht er um mehr als 1 % ab, wird der ERIS²-Wert rot. Wie ERIS² rechnet, steht unten Schritt für Schritt.

Endkapazität reproduziert
Anteil der Studiengänge, deren ERIS²-Endkapazität innerhalb von 1 % der amtlichen liegt. Der Rest der Kachel nennt Treffer und bewertete Fälle.
Formel
Die Kapazität folgt der Rechnung (Schritte 7–9 unten).
Vorgabe
Eine gesetzte Zulassungszahl (NC) überschreibt die Formel — der Vergleich prüft hier keine Rechnung, sondern eine politische Festsetzung.
Schwund gesetzt
Der amtliche Schwundfaktor weicht um mehr als 0,05 vom gerechneten ab und wird übernommen — typisch bei dünnen Kohorten, wo das Hamburger Modell wenig trägt.
offiziell ⇄ echt
Zwei Spuren desselben Kapazitätsjahres: die amtlich gemeldete und die interne Planung. Solange nichts geplant wurde, sind beide gleich.

Eine Abweichung ist nicht automatisch ein Fehler: sie zeigt, wo die amtliche Zahl von der reinen Rechnung abweicht — durch Vorgaben, gesetzte Schwundfaktoren oder fehlende Studierendendaten.

Rechenweg der Kapazitätsberechnung
Darstellung
Formel Beispiel

Zwei Seiten treffen aufeinander: das Lehrangebot (was die Lehreinheit an Lehre erbringt) und die Lehrnachfrage (was ihre Studiengänge verbrauchen). Aus beiden folgen Auslastung und Studienplätze.

Beispiel-Lehreinheit mit zwei Studiengängen: B.Sc. (90 Anfänger*innen, Regelstudienzeit 6) und M.Sc. (45 Anfänger*innen). Alle Zahlen unten hängen zusammen.
Angebot · was die Lehreinheit leistet
1
Deputat je Stellenart
(Planstellen − Abweichung) × Deputat/Stelle
− Reduktion + Ø Lehraufträge
Professuren (8 × 9 SWS) − 6 Reduktion = 66
Akad. Räte 24 · Wiss. Mitarb. 40 · Lehraufträge 10
Was jede Stellengruppe an Lehre schuldet.
↓
2
Bereinigtes Lehrangebot berLehr
Σ Deputate − Dienstleistungsexport
140 − 20 = 120 SWS
Was nach der Lehre für fremde Lehreinheiten übrig bleibt.
Nachfrage · was die Studiengänge verbrauchen
3
Curricularanteil je Veranstaltung CA
SWS × Anrechnungsfaktor ÷ Betreuungsrelation
× Wahlpflicht-Gewicht
Seminar: 2 × 1,0 ÷ 30 × 1,0 = 0,0667
Lehraufwand einer Veranstaltung je Studierendem.
↓
4
Aufwand je Studiengang CAp · CNW
CAp = Σ CA der eigenen Lehreinheit
CNW = Σ CA aller beteiligten Lehreinheiten
B.Sc.: CAp 2,4 (CNW 3,0)
M.Sc.: CAp 1,2
Aufwand über das ganze Studium — eigener Anteil und Gesamtwert.
↓
5
Gewichteter Anteil CApz
CAp × Anteilsquote z
B.Sc.: 2,4 × 0,60 = 1,44 · M.Sc.: 1,2 × 0,40 = 0,48
ΣCApz = 1,92
Wie sich das eine Lehrangebot auf die Studiengänge verteilt.
▼
6
Auslastung
Lehrnachfrage = Σ (CAp × Studienanfänger*innen ÷ (2 × SF))
Auslastung = Lehrnachfrage ÷ berLehr × 100
2,4 × 90 ÷ (2 × 1,2) + 1,2 × 45 ÷ (2 × 1,0) = 117 SWS
117 ÷ 120 × 100 = 97,5 %
SF = Schwundfaktor (Schritt 8): wer das Studium verlässt, fragt keine Lehre mehr nach — dieselbe Bereinigung wie bei den Studienplätzen. Über 100 % ist die Lehreinheit überlastet, darunter hat sie Reserve.
↓
7
Aufnahmekapazität vor Schwund
2 × berLehr × CApz ÷ (ΣCApz × CAp)
B.Sc.: 2 × 120 × 1,44 ÷ (1,92 × 2,4) = 75,0
M.Sc.: 2 × 120 × 0,48 ÷ (1,92 × 1,2) = 50,0
Die Plätze, die das Lehrangebot rechnerisch trägt. Der Faktor 2 rechnet das Semester-Lehrangebot auf ein Studienjahr im Sinne der KapVO hoch (WiSe + folgendes SoSe — im Haus das Kapazitätsjahr).
↓
8
Schwundfaktor Hamburger Modell
Übergangsquote ÜQi = Σ FSi (ohne ersten Stichtag) ÷ Σ FSi−1 (ohne letzten)
A1 = 1 · Ai = Ai−1 × ÜQi · Faktor = Regelstudienzeit ÷ Σ Ai
ÜQ 1,00 · 0,95 · 0,97 · 0,96 · 0,98 · 0,95
Σ A = 5,447 → 6 ÷ 5,447 = 1,10
Nicht alle bleiben bis zum Abschluss — deshalb darf mehr aufgenommen werden.
↓
9
Studienplätze
Aufnahmekapazität vor Schwund × Schwundfaktor
B.Sc.: 75,0 × 1,10 = 82,5 → 82 Plätze
M.Sc.: 50,0 × 1,05 = 52,5 → 52 Plätze
Das Ergebnis der KapVO-Rechnung je Studiengang.
↓
10
Curricularwert im Band ab 2027/28
f = gesetzter CW ÷ Ausgangswert (CNW)
CApeff = CAp × f · CApzeff = CApz × f → Schritte 7–9 erneut
CW 2,7 statt 3,0 → f = 0,90 · CAp 2,16 · CApz 1,296
B.Sc. 82 → 89 Plätze, M.Sc. steigt mit: 52 → 57
Niedrigerer CW = mehr Plätze. Der Hebel wirkt lehreinheitsweit — alle Studiengänge der Lehreinheit verschieben sich mit, weil sie sich ein Lehrangebot teilen.
Wo das gesteuert wird — in der Kapazitätsplanung: 1–2 · Stellenplan + Kacheln der Steuerung 3–5 · Studienplan 6 · Steuerung 7–9 · Kapazitäten/Studiengänge 10 · Bandbreiten (CW) + Stresstest